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Gradierbau

Bad Dürkheim
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Gradierbauten waren Teile von Salinenanlagen. Salinen dienten ursprünglich viele Jahre zur Gewinnung von Kochsalz aus natürlicher Sole. Die Sole wurde zur Erhöhung des Salzgehaltes über die Dornwände verrieselt und aufgefangen. Dieser Vorgang wurde wiederholt, bis der höchstmögliche Salzgehalt erreicht war. Aus diesem Vorgang, dem sogenannten Gradieren, leitet sich auch der Name der dafür notwendigen Bauwerke „Gradierbauten“ ab. Anschließend wurde das nunmehr siedewürdige Wasser in Pfannen geleitet, die mit Holz oder Kohle beheizt wurden. Hier wurde das restliche Wasser verdampft, zurück blieb das Salz.

Gradierbauten bzw. Salinen waren also ursprünglich reine Zweckbauten, die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben wurden. Erst mit der Erkenntnis, dass mit dem Verrieseln der Sole auch eine Anreicherung der Luft mit mikroskopisch kleinen Solepartikeln erfolgt, die sich heilend auf Erkrankungen der Atemwege auswirken können, gewannen Salinen Mitte des letztens Jahrhunderts eine neue Bedeutung und Zweckbestimmung.

 

Der Gradierbau Bad Dürkheim, einer der längsten seiner Art in Deutschland, ist letzter von ursprünglich sechs Gradierwerken, die zur ehemaligen Salinenanlage „Philippshall“ gehörten. Er war bereits ein Nachfolgebauwerk einer an gleicher Stelle stehenden noch älteren Gradierbauanlage. Dieses Bauwerk wurde 1847 erbaut, zu einem Zeitpunkt, als die Salzgewinnung über Salinen schon relativ an Bedeutung verloren hatte. Sie wurde letztlich 1867 eingestellt. Im Rahmen der sich in dieser Zeit entwickelnden Kurstadt Bad Dürkheim hat man jedoch sehr schnell festgestellt, dass Salinen neben der rein wirtschaftlichen Funktion als Produktionsstätte für Salz auch einen sehr hohen gesundheitlichen Wert haben. Bei der Verrieselung der Sole aus der im Kurpark entspringenden Maxquelle werden auch große Mengen der Mineralien in Form von mikroskopisch feinen Tröpfchen, den Aerosolen, an die Luft abgegeben, die über die Atemwege durch Besucher aufgenommen werden. Es wurde sehr früh erkannt, dass das Einatmen dieser Luft auf den Wandelgängen und in unmittelbarer Nähe der Saline, insbesondere bei Erkrankungen der Atemwege, lindernde Wirkung haben kann. Dieser Effekt ist auch heute noch bei einem Rundgang auf der Saline zu erleben.

Das Ursprungsbauwerk aus dem Jahr 1847 wurde oft umgebaut. Der jüngste Umbau wurden anlässlich der Gradierbau-Brände 1992 und 2007 nötig: Heute präsentiert sich das Bauwerk schöner als zuvor mit Sonnenterrasse und Aussichtsplattform, zwei 10m hohen und 12m breiten Portalen, die großzügige Durchblicke gewähren. Im Südturm befindet sich ein Kiosk. Glanzstück ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die den Jahresstrombedarf von ca. 70 Haushalten decken könnte.

 

Wenn Sie mehr zum Gradierbau wissen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Gästeführung „Salz, Saline, Solbad“. Infos und Tickets in der Tourist Information Bad Dürkheim.

 

Eingang am Südturm.

Eintritt: EUR 1,50 (Kurkarteninhaber, Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, Gästeführer der Stadt Bad Dürkheim sowie Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit dem Ausweis "B" kostenfrei).

 

Bei der Tourist Information erhältlich:

10er Karte - 12 €

Jahreskarte Bürger - 40 €

Jahreskarte Gäste - 55 €

Öffnungszeiten

01.10. bis 31.03. täglich 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

01.04. bis 30.09. täglich 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Letzter Einlass 30 min vor Schließung.

ab 20.12 bis 31.01. wegen Urlaub geschlossen.

 

Witterungsbedingte Änderungen möglich.

Karte & Routenplaner

Kontakt & Anschrift

67098 Bad Dürkheim
(0049) 6322 9472373
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