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Stadtmuseum

Bad Dürkheim
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Stadtmuseum seit 1984 - Kulturzentrum der Kur- und Kreisstadt

 

Das Stadtmuseum der Stadt Bad Dürkheim mit den kulturgeschichtlichen Sammlungen der Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. (als Altertumsverein 1872 gegründet) wurde im Mai 1984 eröffnet. Das Haus Catoir, in dem das Stadtmuseum der Kur- und Kreisstadt Bad Dürkheim untergebracht ist, stellt ein repräsentatives Gebäude im Zentrum nahe des Stadtplatzes dar. Als Kulturzentrum der Stadt beherbergt es vier Einrichtungen: Stadtmuseum, Stadtbibliothek, Musikschule und Offene Werkstatt.

 

Das Anwesen gehörte ursprünglich einer Witwe Rühl. 1604 ging es in den Besitz der Grafen von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg über, da diesem Zweig von den Dürkheimer Grafen Leiningen-Dagsburg-Hartenburg ein Gebäude in Dürkheim zugesichert worden war. Sie errichteten hier den Leininger-Falkenburger Hof. Nach dem Aussterben des Falkenburger Geschlechts (1774) erwarb die Hugenottenfamilie Catoir den Hof und erbaute 1781 das Haus an der Römerstraße. 1978 wurde das Anwesen von der Stadt erworben und renoviert.

 

Dauerausstellungen befassen sich mit den fünf Hauptabteilungen Archäologie, Stadtgeschichte, Volkskunde, Weinbau und Kunstwerke Dürkheimer Künstler. In Zusammenarbeit mit zwei Arbeitskreisen (Geschichtswerkstatt und Kindermuseum) werden regelmäßig Sonderausstellungen erarbeitet und präsentiert.

 

Galerie prominenter Künstler

Wer das Museum durch den repräsentativen Hof betritt und die Treppen zur Archäologischen Abteilung im Obergeschoß hinaufsteigt, erhält gleich einen Überblick über das Schaffen der prominentesten Künstler der Stadt und der Pfalz. Das Treppenhaus dient als Galerie für die Werke von Otto Dill, Karl Dillinger, Valentin Dirion, Gustav Ernst (der "Winzermaler"), Karl Heinz, Fritz Herrfurth, Carl Korbmann, Ernst Pfau, Otto Schmitt-Gross, Erich Schug, Else Wernz, August Wilde und Heinrich Strieffler.

 

Aus dem Altertum

Im abgeschrägten Dachraum mit den Funden und Darstellungen des Altertums zieht ein etruskischer Dreifuß (Dürkheimer Fürstengrab) den Blick an. Das Diorama vom Krimhildenstuhl, einem Steinbruch der Römer, der 22. Legion aus Moguntia (Mainz), gibt Einblicke in die Steinbruchtechnik um die Zeitenwende. Ein Trinkbecher der Römer war die Vorlage für ein Reiseandenken, das Touristen gerne aus Bad Dürkheim mitnehmen. Noch etwas weiter zurück wird der Besucher bei der Darstellung einer Nekropole (Gräberfeld) am Ebersberg geführt; diese Funde datieren bis ins Jahr 450 v. Chr. Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit bis Bronzezeit, aus Eisenzeit bis hin zu den Franken geben Auskunft darüber, daß Bad Dürkheim schon lange als Siedlungsort beliebt war.

 

Stadtgeschichte

Die Abteilung zur Stadtgeschichte gibt einen chronologischen Überblick und geht in Einzeldarstellungen auch thematisch ins Detail. Das Kloster Limburg, das Wahrzeichen der Kurstadt, beherrscht den ersten Raum. Drei Madonnen (um 1300, 1400 und 1480 entstanden) gehörten einst zur Ausstattung der Klosterkirche. Sie befinden sich heute in Köln, Fulda und im benachbarten Fußgönheim. Eine originalgetreue Kopie der Kölner Statue sowie Nachbildung einer romanischen Säule, beide vor einem Großfoto der Limburg-Krypta plaziert, verleihen dem Raum eine besondere Wirkung. Ein Rekonstruktionsmodell der Klosterkirche, Baupläne der Klosteranlage und Reste mittelalterlicher Gebrauchsgegenstände erweitern das Bild vom vergangenen Klosterleben.

 

Religiöses Leben

Im zweiten Zimmer wird das religiöse Leben Bad Dürkheims widergespiegelt. Zum Beispiel mit einer Totenkrone aus dem Jahr 1745; sie stammt vom Kind des Wachenheimer Burgvogts. Die Entwicklung der katholischen, evangelischen und jüdischen Gemeinde der Stadt wird nachvollzogen. Sehenswert eine silberne Dürkheimer Hostiendose aus 1658, eine Sabbatlampe des 18. Jahrhunderts oder ein mit Miniaturillustrationen gefüllter Gedenktaler aus dem frühen 19. Jahrhundert. Über allem scheint das 1884 geschaffene Portrait von Jonathan Gemsheim zu wachen, einem jüdischen Mitbürger und eines der wichtigsten Gründungsmitglieder des Dürkheimer Altertumsvereins.

 

Erinnerungen an die Leininger Grafen

Der nächste Saal zeigt Hinterlassenschaften der Grafen von Leiningen. Die rocaillegeschmückte, schmiedeeiserne Uhr aus dem ehemaligen Leininger Schloß oder ein klassizistischer Ampelkronleuchter aus Holz (beides aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts) lassen die Gäste verweilen. In der Zimmermitte das Modell der Festung Hardenburg. Ein Leininger Ziegelwappen (1682) aus Herxheim am Berg stammt von Graf Friedrich Emich zu Leiningen-Daxburg. Aufschluß über die Kleidung damals geben unter anderem die feinseidenen Strümpfe von Gräfin Agnes (+ 1533), gefunden in der Dürkheimer Schloßkirche; auch ihr Steck-Kamm aus Schildpatt hat sich als Grabbeigabe erhalten. Ein bekannter Minnesänger soll Graf Friedrich I. (+ 1214), Schutzvogt der Limburg, gewesen sein, dessen Bildnis gezeigt wird.

 

In den beiden abschließenden Räume der stadtgeschichtlichen Abteilung werden die jüngere Entwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Fremdenverkehr, Kurbetrieb und Infrastruktur gezeigt.

 

Volkskunde

Gebrauchs- und Ziergegenstände aus bürgerlichen Familien vom 18. bis zum 20. Jahrhundert beherbergt die Abteilung Volkskunde, welche sich im Erdgeschoß befindet. Eine Vitrine mit Kuriositäten gibt es da zu sehen, eine Truhe mit hunderten kleiner aufgeklebter Gegenstände, Nippes oder ein holzgeschnitzter Taschenuhrenständer aus dem 18. Jahrhundert. Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt ist hier das Geschirr aus Zinn und Fayence. Stolz ist Museumsleiter Wolfgang Knapp auf die Steingutexponate aus Grünstadt und Neuleiningen, frühe Spielpuppen aus der Biedermeierzeit und eine neubegonnene Sammlung historischer Reiseandenken aus Dürkheim. Modezubehör wie ein handbemalter Fächer aus dem 18. Jahrhundert geben Einblick in das großbürgerliche Leben vor über 100 Jahren wie die Portraits der Hofapotheker-Familie Schultz-Bipontius, aus der ein Mitbegründer der POLLICHIA hervorging.

 

Biedermeierzimmer

Wichtig ist das Biedermeierzimmer mit Dokumenten zur Familie Catoir, den ehemaligen Bewohnern dieses Komplexes. Deren Angehörige waren früher als Rotgeber tätig, zeitweilig betrieben sie eine Brauerei mit Gasthaus, später eine Bäckerei und bis etwa 1970 ein Weingut. Neben zahlreichen Familienfotos und persönlichen Gegenständen wachen die Portraits in Öl von Carl Catoir (1824-1905) und Luise Barbara, gemalt 1847, über das Eigentum. Ein prunkvoller Kachelofen aus der Zeit des Historimus verbreitet sichtbare Wärme. Viele staunen über ein seidenes Kleid mit Weintraubenmotiv aus dem späten 19. Jahrhundert, das aus älterem Stoff und dem Stil des Rokoko nachempfunden ist.

 

Großbürgerliche Küche

In der sich anschließenden Schlaf- und Wohnstube steht noch der Alkoven von 1800 mit Bettstatt und Kinderwiege. Die Standuhr stammt von 1766, hat ein Weckwerk und wurde von dem Bad Dürkheimer Uhrmacher J.P. Kerber gefertigt. Allerlei Zubehör aus dem 18. Jahrhundert enthält die großbürgerliche Küche mit ihrem sehenswerten Geschirr aus Kupfer, Irdenware und Steinzeug. Ein Tellerspruch: "Blumen male ich darein, den Geruch kann geben Gott allein" belegt die Freude am Dekorativen auf dem ansonsten durch starke Gebrauchsspuren gekennzeichneten Geschirr. Ein weiterer Blickfang ist die umfängliche Sammlung hölzerner Backmodel.

 

Der Weinkeller

Der Gewölbekeller beherbergt die Weinbauabteilung. Hier im ehemaligen Keller des Weinguts Catoir sind Exponate ausgestellt wie eine kolossale Eichenholz-Weinpresse, fast drei Meter hoch - daneben verschwindet das ausgezeichnete Miniatur-Modell fast aus den Augen (beide stammen aus dem 18. Jahrhundert). Gläser, Flaschen, Krüge sind zu besichtigen, alte Weinmaße und sogar Preistafeln lassen den Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Weingeschichte werfen. So ist auf einer Holztafel zu lesen, daß der Wein 1822 immerhin 14 Kreuzer kostete. Küferhandwerk und Kellerwirtschaft sind dargestellt, aber auch Wissenswertes zur Sektherstellung.

 

Ein Welte-Mignon Reproduktionsklavier

Wieder zurück am Eingang/Ausgang fällt das Welte-Mignon Reproduktionsklavier ins Auge, das die Museumsgesellschaft 1957 geschenkt bekam. Das wertvolle und seltene Instrument wurde 1990 umfassend restauriert. Solche Klaviere mit gelochter Papierrolle (Lochstreifen) und pneumatischer Spielvorrichtung gibt es seit 1904, das hier ausgestellte Instrument stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1920. Eine große Sammlung Lochstreifen mit volkstümliche Pfälzer Stücken und klassischem Liedgut gehört dazu und erfreut immer wieder die interessierten Museumsbesucher.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 14:00 - 17:00 Uhr

Führungen können vereinbart werden.

Karte & Routenplaner

Kontakt & Anschrift

Römerstraße 20
67098 Bad Dürkheim
(0049) 6322 935404
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