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Sonja Freund

Bad Dürkheim
  • Sonja Freund
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1995 bis 1996 Bad Dürkheimer Weinprinzessin

 

Warum wollten Sie Bad Dürkheim als Weinprinzessin vertreten?

Es gab eine jahrelange Vakanz in Bad Dürkheim. Nahezu in jedem kleinen Dorf gab es eine Weinprinzessin, nur Bad Dürkheim hatte schon längere Zeit keine mehr. Ich hatte die Ausbildung zur Winzerin angefangen, war bei den Dürkheimer Jungwinzern aktiv, da kam natürlich des Öfteren die Frage, ob ich es mir nicht vorstellen könnte, dieses Amt zu übernehmen.

In meinem ersten Zeitungsartikel, in dem ich vorgestellt wurde, stand dann die Überschrift „Hopp auf, das mach` ich jetzt“

Genau so war es dann auch, es war kein lang gehegter Wunsch, ich wurde etwas zu meinem Glück „gezwungen“. Dass es die richtige Entscheidung war, hat sich dann gezeigt, dass ich mich noch weiter beworben habe. In den letzten 20 Jahren konnte Bad Dürkheim auch jedes Jahr mit einer Weinprinzessin werben, was mich sehr freut.

 

Wie alt waren Sie?

Bei der Inthronisierung war ich 18 Jahre jung.

 

Was war damals anders als heute?

Das Amt hat sich gewandelt, genau wie der Weinbau sich in den letzten 2 Jahrzehnten gewandelt hat. Es ist alles etwas moderner geworden. Ich war damals mit eine der ersten die das Dirndl gegen ein Kostüm getauscht hat, hat man(n) nicht überall gerne gesehen. Heute spricht da keiner mehr darüber. Die Mädels werden noch besser geschult, was ich klasse finde. Auch die Unterstützung von Sponsoren hat es nicht gegeben, eine sehr schöne Anerkennung für eine Prinzessin, die sehr viel Zeit in dieses Ehrenamt steckt.

 

Haben Sie besondere Erinnerungen oder Ereignisse als Prinzessin erlebt?

Ich hatte sehr viele schöne Termine, möchte da keine besonders hervorheben. Klar die Wurstmarkteröffnung, auch kleinere Reisen über die Grenzen hinaus, zu den Partnerstädten, sind immer Highlights. Ich war ja auch noch sehr jung, da ist es schon was Besonderes an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Ohne dieses Amt wäre ich dort nie gewesen.

 

Wie viele Termine hatten Sie ca. in Ihrer Amtszeit?

Das habe ich jetzt nochmal kurz recherchiert, laut Zeitungsartikel waren 54 Termine.

 

Wie lange haben Sie das Amt inne gehabt?

Inthronisierung war am 20.04.1995. Das ist jetzt über 20 Jahre her, Wahnsinn!! Das Amt habe ich 1, 5 Jahre ausgeübt bis zum 28.09.1996. Danach wurde ich noch zur Pfälzischen Weinkönigin und anschließend zur Deutschen Weinprinzessin gewählt. Alles in allen 3,5 Jahren.

 

Was haben Sie heute noch von Ihrer Amtszeit?

Das Glas der Dürkheimer Weinprinzessin steht noch heute im Wohnzimmer in der Vitrine.

Alle Zeitungsartikel, Bilder und einige Reden habe ich in Ordnern aufbewahrt.

 

Haben Sie Freundschafen entwickelt, die bis heute gehalten haben?

Es haben sich viele Bekanntschaften entwickelt. Gerne denkt man an diese Zeit zurück, man trifft auch immer wieder Leute, die man während der Amtszeit kennengelernt hat.

Es ist ein schönes Gefühl, dass sich Menschen noch an meine Amtszeit erinnern, an gewisse Situationen, Reden usw., das macht mich heute noch sehr glücklich.

 

Haben Sie geheiratet, Kinder bekommen?

Bin verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 10, 8, 4 Jahren

 

Hat das Amt etwas im Leben geprägt?

Es war eine große Bereicherung. Ich hatte die Möglichkeit in jungen Jahren sehr viel zu erleben. Habe sehr viele nette Menschen kennengelernt und sehr viele schöne Termine wahrnehmen können.

Es hat Spaß gemacht andere Menschen vom Wein zu begeistern, ihnen zu erzählen, wie der Wein angebaut wird, was das Besondere daran ist. Es ist klasse, wenn man merkt man kann die Menschen erreichen und auch eine gewisse Begeisterung entfachen. Das gibt einem eine große Selbstsicherheit. Man verliert die Angst, beim Sprechen vor einem größeren Publikum, das freie Reden wird geübt.

Man lernt auf die Menschen zuzugehen, ihnen offen gegenüber zu stehen. Spontanität und Schlagfertigkeit werden geschult.

Durch das Amt konnte ich viele neue Eindrücke rund um das Thema Wein sammeln und bekam interessante Einblicke hinter die Kulissen der Winzer. Ich konnte mein Wissen vertiefen und erweitern. Ich habe gelernt über den Tellerrand hinauszuschauen. Offen zu sein, für Neues.

Ich habe Bad Dürkheim und die Dürkheimer Winzer auf eine einmalige und beeindruckende Weise kennengelernt. Es war mir auch immer eine Ehre, für eine solche Stadt und ihre hoch prämierten Weine eine Repräsentantin zu sein.

 

 

Sind Sie heute noch mit dem Weinbau verbunden? Wenn ja. Wie?

Vor meiner Amtszeit war ich schon mit dem Weinbau verbunden und bin es immer noch. Bin in einem Weinbaubetrieb aufgewachsen und hatte nach der Schule eine Ausbildung zur Winzerin angefangen.

 

Heutiger Beruf/ Hausfrau/ Ehrenamt?

Ich bin Winzermeisterin. Habe den elterlichen Weinbau und Rebveredlungsbetrieb gemeinsam mit meinem Mann übernommen und weiter ausgebaut.

Kontakt & Anschrift

Kurbrunnenstraße 14
67098 Bad Dürkheim
(0049) 6322 935-140
(0049) 6322 935-149
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